09.02
Heute Abend hatte ich die Chance das Galaxy Tab ausführlich zu testen. Hierbei sind eine Menge Screenshots der Apps entstanden, von denen ich euch einige Interessante nicht vorenthalten möchte.
Sehr schön zum Beispiel ist der integrierte Task-Manager, welcher sich durch langes Drücken der Homescreen-Taste aufrufen lässt. Generell wurde an vielen Ecken und Kanten das System angepasst, welches bereits vom Galaxy S bekannt war. Wieder wurde auf TouchWiz 3.0 aufgesetzt, jedoch wurden noch einige sinnvolle Verbesserungen hinzugefügt. Zum Beispiel lässt sich nun durch eine Multitouch-Geste sowohl im Launcher als auch im Drawer eine Vorschau aufrufen, welche ähnlich auch von HTC Sense UI bekannt ist.
Auch vorinstallierte Apps wie Kontakte und Kalender wurden einem Tablet entsprechend angepasst. Durch die Veränderungen werden nicht nur mehr Informationen angezeigt als gewohnt, sondern auch ein bisschen UI-Polish betrieben. Das System wirkt insgesamt sehr schick und wertig.
Erfreulicherweise ist Thinkfree Office bereits vorinstalliert – jeder Besitzer eines Galaxy Tab kann also problemlos Powerpoint-Dateien erstellen / editieren oder Tabellenkalkulationen betreiben.
Auch weiteres Zubehör in Form von einem Tastatur-Dock wurde bereits auf der IFA präsentiert und rundet das Galaxy Tab sinnvoll ab. Weitere Accessoires wie ein Bluetooth Stylus wurden ebenfalls bereits erwähnt.
Besonders interessant sind die eigens für das Galaxy Tab entworfenen Apps wie zum Beispiel der Music Hub und der Readers Hub.
Mit dem Music Hub ist der Nutzer in der Lage Musik runterzuladen und direkt in der App abzuspielen. Es werden die Charts präsentiert und der User kann durch eine große Musiksammlung (angeblich mehr als 10 Millionen Titeln aus diversen Genres) stöbern.
Der Readers Hub bietet dem User Zeitschriften, Bücher und Magazine aus aller Welt teils kostenlos zur Verfügung. Diese werden ansprechend präsentiert und lassen sich dank des tollen Displays sehr gut lesen.
Wie auch beim Galaxy S werden eine Menge Codecs unterstützt und durch den großen Displays kommen Videos voll zur Geltung. Schönerweise waren auf dem Gerät bereits ein paar Testvideos, welche in ihrer Qualität diese Funktion vollkommen unterstreichen. Schönerweise wird auch 5.1 Ch Support für Kopfhörer geboten – hierbei handelt es sich um eine Simulation, welche zwar kein 5.1-System ersetzt, aber tatsächlich den Eindruck von Räumlichkeit erwecken kann.
Auch die ausschließlich über Samsung Apps zu beziehende n-tv App ist vorhanden und wurde auf das Galaxy Tab angepasst. Hier lassen sich aktuelle Aktienkurse und Nachrichten aus aller Welt sehr übersichtlich verfolgen – großes Lob an dieser Stelle.
Ein Digitaler Fotorahmen wurde ebenfalls integriert – zusammen mit dem Dock sicherlich ein nettes Feature fürs Wohnzimmer.
Der Browser läuft dank der exzellenten Javascript Engine von Froyo sehr schnell und bietet vollen Adobe Flash 10.1 Support. Auch hier unterscheidet sich das Galaxy Tab deutlich vom iPad. Beim iPad ist Flash nur mit einem Jailbreak möglich und funktioniert dabei zur Zeit noch eher schlecht als recht, da es sich um eine Portierung der Flash Engine von Android handelt (Frash).
Die Hardware selbst ist sehr gut verarbeitet – es gibt keine lockeren Stellen oder Unebenheiten am Gerät feststellen. Das Tab wiegt gerade mal 380 Gramm und lässt sich so bequem mit einer Hand tragen. Bei einer Displaygröße von 7″ wird es somit zum idealen Begleiter für unterwegs. Diesen Punkt hatten ich mir auch beim iPad erhofft – jedoch war es dazu viel zu schwer und zu groß.
Auch habe ich schon testweise mit dem Gerät telefoniert – die Sprachqualität ist genauso gut wie beim Galaxy S – man muss also keine Abstriche machen und erhält mit dem Galaxy Tab auch noch ein vollwertiges Smartphone.
Dieses mal wurde nicht auf eine LED-Lampe für die Kamera verzichtet – es lassen sich ansehnliche Fotos machen, welche auf jeden Fall für Schnappschüsse reichen.
Die Soundqualität via Lautsprecher ist sehr gut und kann auf jeden Fall zum entspannten Ansehen von Videos oder zum Musik hören genutzt werden.
Der interne Speicher des Galaxy Tab kann mittels einer microSD um bis zu 32 GB erweitert werden – diese lässt sich leicht einsetzen (micro SD-Slot im Rahmen auf der linken Seite). Auch hier wird das iPad übertrumpft.
Weiterhin kann das Galaxy Tab mittels Dock auch über HDMI mit Fernsehern verbunden werden.
Zum Preis des Tablets wurde in der Q&A-Session noch nicht viel gesagt – im Internet kursieren zur Zeit Gerüchte die Preise von 699 € bis 799 € voraussagen. Samsung selbst hat eindeutig kommuniziert, dass der endgültige Preis des Geräts von den Providern abhängig ist und erstmal kein Vertrieb über den Retail-Weg angestrebt wird.
Von o2 sind erste Gerüchte aufgekommen. Angeblich wird das Galaxy Tab via o2MyHandy angeboten. Eine erste Anzahlung von 99 € und 24 monatliche Raten zu je 27,50 € (759 € insgesamt) sollen das Preismodell bilden. Dies wurde über den Twitter-Account von o2MyHandy angekündigt (Quelle).
Ich bin gespannt, wie die anderen Provider nachziehen werden.
Zu diesem Blogeintrag ist zu sagen, dass alle Erfahrungen mit dem Gerät auf einem Prototypen für die IFA 2010 in Berlin basieren – Samsung behält sich vor letzte Schliffe an dem Gerät zu tätigen.
Weiterführende Links:
- Ergebnisse der Samsung Galaxy TAB Q&A Session
- Mehr Details zum Galaxy Tab
- Offizielle Ankündigung des Samsung Galaxy Tab
















